Der Stifter

Emil Enz

25.10.1936 – 24.08.2024

von Herisau AR, wohnhaft gewesen in Weinfelden 

 

Der Vater von Emil Enz, Emil Enz-Ackermann von Herisau, erwirbt 1928 im Alter von 34 Jahren den landwirtschaftlichen Betrieb mit Wohnhaus, Stall, Scheune, verschiedenen Grundstücken und Wald in Weerswilen von Jakob Lüthi.  

Vater Emil Enz ist ein aktives Mitglied der Ortsgemeinde Weerswilen. Erstmals erwähnt ist sein Name als Stimmenzähler im Protokoll der Ortsgemeindeversammlung von 1935. 1943 wird er zum Vize-Ortsvorsteher gewählt, von 1946 bis 1949 amtet er als Ortsvorsteher und danach bis 1961 wieder als Vize.

 

Sohn Emil Enz wird 1936 geboren und wächst als Einzelkind in einfachen Verhältnissen auf dem elterlichen Bauernhof auf. Als Kind erkrankt er in den 1940er Jahren an Tuberkulose und verbringt mehrere Monate in einem Kinderkurhaus in Leysin. Er wird betreut von Nonnen, die ihn auch unterrichten und ihm das Rechnen beibringen. 

 

Nach der Primarschulzeit in der Ortsschule Weerswilen absolviert er die Sekundarschule in einem Internat in Appenzell und lebt und arbeitet danach auf dem elterlichen Bauernhof. Während der Vater als engagiertes Mitglied in der Ortsgemeinde tätig und auch politisch aktiv ist, findet der Sohn wenig Beachtung.
 

1977 übernimmt er den erfolgreich geführten Betrieb von seinem Vater und räumt den Eltern ein lebenslanges Wohnrecht ein. Das einfache Wohnhaus wird gemeinsam genutzt. Die Eltern helfen, soweit möglich, weiterhin in Haushalt und Betrieb mit. 

 

In den 80er Jahren pflegt Emil Enz seine Eltern zu Hause bis zu ihrem Tod.  Die Arbeit auf dem Hof, die Hofübernahme und das Betreuen der Eltern:  Er nimmt es hin - ein anderer Weg kommt nicht in Frage. 

 

1990 verkauft er den ganzen Betrieb mit allen Grundstücken an die Gemeinde Weinfelden. Die Gemeinde verpachtet die landwirtschaftlichen Parzellen nach dem Erwerb an verschiedene Landwirte im Hard und in Weerswilen (teilweise bis heute).  

 

Emil Enz erwirbt eine Eigentumswohnung und wird 1990 Weinfelder Einwohner.  Er bleibt ledig, pflegt nur wenig soziale Kontakte, gilt als introvertiert und lebt sehr zurückgezogen.  

Die letzten zwei Jahre verbringt er im Alterszentrum und verstirbt am 24.08.2024.

 

Die Gründung der Emil-Enz-Stiftung erfolgte durch öffentliche letztwillige Verfügung bereits im Jahr 2004. Mit dem Tod von Emil Enz im Jahr 2024 wurde die Stiftung rechtskräftig.